Heilpraktikerin Andrea Dohrn
Erschienen im Rossmann-Kundenmagazin CENTAUR, Ausgabe 7/2011

Fertigprodukte besser meiden

Was ist der Unterschied zwischen einer Nahrungsmittelallergie, -intoleranz und wo kommt die Histaminose ins Spiel?

Die Nahrungsmittelallergie verursacht spontane Reaktionen, die innerhalb von 30 Minuten nach Nahrungsverzehr zu starken Beschwerden bis hin zu Schockreaktionen führen können. Hier bildet das Abwehrsystem IgE Antikörper. Handelt es sich um eine Nahrungsmittelintoleranz, treten die Symptome oft erst Stunden bis Tage später auf. Diese Über­empfindlichkeits­reaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel, Konservierungs-, Farb- oder Zusatzstoffe verursachen oft chronische Entzündungen im Darm, die meist mit einer Durchlässigkeit der Darmschleimhäute einhergehen. Etwa 45% der Bevölkerung sind inzwischen davon betroffen. Bei Histaminose fehlt dem Darm zusätzlich ein Enzym, um Histamin in der Nahrung oder auch in bestimmten Medikamenten abzubauen. Gelangt es ins Blut, ruft es allergieartige Symptome hervor. Deswegen sprechen Experten bei so begründeten Nahrungsmittel­intoleranzen auch von einer Pseudoallergie.

Was sind die häufigsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten?

Die meisten Betroffenen reagieren auf das in Kuhmilch enthaltene Milcheiweiß sowie Milchzucker, auch unter dem Fachbegriff Laktose bekannt, auf Gluten (zu finden in Getreide, insbesondere in Weizen und Roggen), auf tierisches Eiweiß, wie es in Hühnereiern vorkommt, sowie auf Fruktose. Nüsse, Kern- und Steinobst rufen häufig Allergien hervor.

Wie lassen sich Nahrungsmittelallergien und -intoleranzen diagnostizieren?

Durch einen Bluttest (Allergiescreening) wird zunächst festgestellt, ob eine Allergie, eine Nahrungsmittel­unver­träglichkeit oder eine Histaminose vorliegt – oder ob es sich um eine Kombination handelt. Liegt ein positiver Befund vor, kann man in der zweiten Stufe gezielt auf die Suche nach den Lebensmittelgruppen gehen, die als Auslöser in Frage kommen. Eine zusätzliche Stuhlanalyse gibt Aufschluss über die Beschaffenheit und die Problemfaktoren des Dickdarmes. Hieraus ergeben sich auch wertvolle Hinweise für ein Therapie­konzept.

Welche Therapien haben sich bewährt, um Allergien oder Unverträglichkeiten wieder loszuwerden?

Es gibt drei Ansatzpunkte: eine Ernährungsumstellung, die Sanierung des Darms und eine gesunde Lebensführung. Der Schweregrad der Unverträglichkeit bzw. der Allergie bestimmt die Art der Diät und die Dauer der Enthaltsamkeit von diesen Lebensmitteln. Wichtig ist es, zeitgleich die geschädigte Darmschleimhaut zu reparieren und die Darmflora aufzubauen, denn sonst kann keine Genesung stattfinden. Gesunde Darmbakterien, Aminosäuren, Vitamine, Spurenelemente und Pflanzenstoffe kommen hier zum Einsatz. Auch eine Colon-Hydrotherapie sollte in Betracht gezogen werden. Betroffene sollten Fertigprodukte, Fastfood, Zuckerersatz- sowie Lebensmittelzusatz- und Konservierungsstoffe meiden und wenig Weißmehl und Zucker essen. Am besten sind frisch zubereitete, abwechslungsreiche Mahlzeiten mit einheimischen, genfreien Lebensmitteln. Außerdem sollten sie sich keinen Schadstoffen aussetzen und sich mehr Ruhe gönnen.

Erschienen im Rossmann-Kundenmagazin CENTAUR, Ausgabe 7/2011

Andrea Dohrn
Heilpraktikerin


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80801 München
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